Skyrace Valposchiavo

Stephan unterwegs




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Tassanis mit erfolgreichem „Skyrace-Debut“

Poschiavo. Die heimischen Bergläufer Stephan und Barbara Tassani-Prell (beide SC Ainring – Team Salomon) zeigten bei ihrem ersten „Skyrace“, daß sie auch bergab im internationalen Feld bestehen können. Bei der „Skyrun-Serie“ handelt es sich um extrem schwierige Bergläufe in alpinem Gelände, die sowohl bergauf, als auch bergab führen. So auch das bedeutendsten „Skyrace“ Valmalenco – Valposchiavo, das heuer bereits zum neunten Mal auf alten „Schmugglerpfaden“ von Italien in die Schweiz führte. Das internationale Elitefeld, auf 500 Teilnehmer begrenzt, hatte auf 31 Kilometer Streckenlänge etwa 2.150 Höhenmeter sowohl bergauf, als auch bergab über teils schmale Steige zu bewältigen. Über den höchsten Punkt der Strecke, den „Passo Campagneda (2.627 m)“ erschwerte eine über drei Kilometer durchgehend Schneepassage das Vorwärtskommen.

 
Das Laufevent vom italienischen Skiort Lanzada im Valtelina hinüber ins Graubündner Puschlav-Tal zeichnet sich durch eine perfekte Organisation und einmalige Athmosphäre entlang der Strecke und auf der Piazza im Zielort aus. Deshalb nahmen auch die beiden Ainringer Geländeläufer die weite Anfahrt auf sich, um sich auf „neuem Terrain“ zu behaupten und sich für den 6. Transalpine-Run im September vorzubereiten.

 
Stephan konnte zunächst auf den ersten sieben steilen Anfangskilometern mit der Spitzengruppe gut mithalten, mußte dann aber im stark wechselnden Gelände den Spezialisten den Vortritt lassen, beachtlich dennoch Rang 19 am höchsten Punkt auf 2.627 Meter. Dafür ging es dann beim „Downhill“ über 1.600 Höhenmeter und zehn Kilometer bergab nach Poschiavo erstaunlich gut. Der eigentliche Spezialist für steiles Bergauflaufen büßte lediglich drei Ränge ein und schrammte mit Gesamtrang 22 nur hauchdünn, um 53 Sekunden an den Geldpreisrängen vorbei. Mit einer Laufzeit von 3:17:47 Stunden erreicht er fast fünf Minuten vor dem Vorjahres Gesamtzweiten des Gore-Tex Transalpine-Runs, Michael Veith, als dritter Deutscher das Ziel.

 
Eine gute Minute später erreichte mit Angela Mudge aus England die derzeit beste Skyrunning-Dame das Ziel. Ehefrau Barbara ließ nach einem Sturz mit Überschlag im weiteren Verlauf eher Vorsicht walten und erreichte dennoch einen bravourösen 19. Damen-Gesamtrang (4:35:40 Stunden).

 
Ein weiteres Markenzeichen des Skyruns ist, daß es keine Unterteilung in „Altersklassen“ gibt. Es siegte mit dem Allgäuer Helmut Schießl einer der Top-Favoriten der Szene. Der mehrfache Deutsche Berglaufmeister und WM-Medaillengewinner verschrieb sich nach seiner Nationalmannschaftskarriere ganz den Skyrace und zählt neben dem Mexikaner Ricardo Mejia und dem Spanier Kilian Jornet zu den großen Stars der Szene. Seine sagenhafte Siegerzeit betrug 2:43:56 Stunden, vier Minuten vor dem italienischen Team Salomon-Läufer Jill Pintarelli und weitere zwei Minuten vor dem Polen Daniel Wosik, während sich Mitfavorit Fulvio Dapit mit 2:52:31 Stunden mit Rang vier begnügen mußte. Zweitbester Deutscher war Trail-Ultra Nationalläufer Matthias Dippacher aus Heroldsbach auf dem ausgezeichneten elften Gesamtrang (3:01:58 Stunden).

 

Stephan unterwegs




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