Zugspitz Basetrail

... und gleich im Interview mit Sven




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Philipp Reiter gewinnt Zugspitz-Ultrarail über 100 Kilometer
Stephan Tassani-Prell Master-Sieger beim „Base-Trail“
 
Grainau/Ainring. Mit dem grandiosen Sieg beim mittlerweile bedeutendsten Trailrennen Deutschlands, dem Zugspitz-Ultratrail über 100 Kilometer und 5.420 Höhenmeter jeweils bergauf, als auch bergab, feierte der knapp 22jährige Marzoller Philipp Reiter vom Deutschen Salomon Trailrunning-Team neben dem Gewinn der Salomon 4-Trails und des Gore-Tex Tranalpine-Run im Vorjahr, einen seiner bisher größten Erfolge.
Mit der Ultrarunde „Rund um das Zugspitz-Massiv“ bewältigte der junge heimische Trailläufer nicht nur seinen ersten 100 Kilometer-Lauf seiner Karriere, sondern auch einen weiteren Schritt in die „Champions-Leage“ dieser aufstrebenden Trendsportart.
Ebenfalls erfolgreich verlief das Rennen auf der kürzeren, aber nicht minder stark besetzten „Base-Trail“-Distanz mit 1.950 Höhenmeter im Auf- und 2.100 Meter im Abstieg, für Reiters Freund und Salomon-Teamkameraden Stephan Tassani-Prell aus Ainring, der die stark besetzte Masterklasse mit deutlichem Abstand für sich entschied.
Reiter war auf der langen Distanz bereits vom Start im Zugspitzort Grainau, über den Eibsee und Ehrwald in der Spitzengruppe vertreten. Es führte im ersten Drittel der Neuseeländer Vajin Armstrong aus Christchurch bei seiner ersten „Europatournee“. Außerdem befanden sich weitere Spitzenläufer, wie der mehrfache Transalpine-Zweite Matthias Dippacher, Rudi Döhnert, der Sieger des „Chiemgauer 100er“ oder der Schweizer Samuel Nef, unter anderem Sieger des „Gondo-Events“.
Zwischen Ehrwald und Leutasch konnte sich Reiter aber deutlich vom Feld absetzen und einen komfortablen Vorsprung herauslaufen. Vor allem im Anstieg zum Feldernjöchl (2.045 m) und zum höchsten Punkt der Strecke (2.200 m) spielte der Vorjahressieger der 70km-Supertrailstrecke, Reiter, seine Stärke aus. Der Neuseeländer Armstrong hatte vor allem in den zu überquerenden Schneefeldern Probleme dem jungen Marzoller zu folgen. Dadurch betrug der Vorsprung zwischenzeitlich fast 20 Minuten, schrumpfte aber im Mittelteil, der bei Mittenwald kilometerlang über relativ flache Forststraßen führte, auf knapp sechs Minuten zusammen.
Im steilen Aufstieg zum Osterfelderkopf (2.051 Meter) war der junge Marzoller wieder in seinem Element und lief einem zum Schluß ungefährdeten und souveränen Sieg in phantastischen 11:11:31 Stunden entgegen.
Zweiter wurde der Neuseeländer Armstrong mit 17 Minuten Rückstand in 11:28:49 Stunden, vor dem Allgäuer Matthias Dippacher in 11:33:14 Stunden (bereits Dritter 2011). Rudi Döhnert, der Sieger des Chiemgauer 100 km-Laufs 2012 erreichte nach 12:25:06 Stunden als Sechster und Sieger der Masterklasse das Ziel, knapp vor dem schweizer Spitzen-Ultra-Läufer Samuel Nef (12:28:45 Stunden).
Damensiegerin über die Ultra-Distanz wurde die Ungarin Ildikó Wermescher vom Mammut Pro Team in 13:45:01 Stunden. Christine Gehmacher aus Bergen lief unter die Top-Ten auf Platz neun in einer Zeit von 17:58:52 Stunden/5. Platz Master Women.
Hervorragender dritter der Senior Master Klasse wurde Siegfried Scherer aus Salzburg in 15:40:17 Stunden. Aus heimischer Sicht erwähnenswert die Leistung des Freilassingers Oliver Hollmotz, der das Ziel noch deutlich im Zeitlimit in 21:47:05, knapp hinter dem Salzburger Christoph Petz (21:46:50 Stunden) erreichte.
Beim 36 Kilometer „Basetrail“ mit Start im „Geigenbauer-Ort“ Mittenwald wurde gleich zu Beginn ein enormes Anfangstempo vorgelegt. Der kürzeste der drei Zugspitztrails war nicht nur der Teilnehmer-Stärkste, sondern auch qualitativ stärker besetzt, als zunächst erwartet. Neben den beiden Team Salomon Läufern Martin Schedler und Stephan Tassani-Prell, bildeten der Luxemburger Traillaufmeister Thierry Hubsch, der Transalpine-Dritte 2005, Jürgen Winkler, der ehemalige Schottische Team Salomon-Läufer Andrew Syme und der ehemalige Deutsche 10.000 Meter-Meister Alexander Lubina, sowie der Landshuter Spitzentriathlet Florian Stelzle und der Stuttgarter Sieger des 25 km-Schwäbische Albmarathons, Fabian Schnekenburger.
Ihnen allen stahl jedoch der 27jährige Radolfszeller, in der Schweiz lebende Stephan Hugenschmidt, u. a. Zweiter des diesjährigen Winterthur-Marathons, die Show und siegte in souveränen 3:20:21 Stunden.
Der heimische Stephan Tassani-Prell, der vor kurzem erst den Berglauf Makarska Biokovo in Kroatien gewann, lief die erste Hälfte über Ferchensee und Partnachklamm mit dem Bahnläufer Lubina gemeinsam, bis dieser ihm im steilen, über 1.300 Höhenmeter führenden Anstieg zum 2.051 Meter hohen Osterfelderkopf nicht mehr folgen konnte. Im rasanten „Downhill“ über den „Jägersteig“ gelang es Tassani zu den Teamkamerad Schedler und dem Luxemburger Hubsch aufzuschließen, musste sie aber auf den letzten Kilometern doch noch ziehen lassen. Dennoch war er als Gesamt-Achter und Mastersieger, vor seinem langjährigen schottischen, in Garmisch-Partenkirchen lebenden, Berglauffreund Andrew Syme, sehr zufrieden.
Aus heimischer Sicht war auch der Bergener Jörg Weglöhner (4:26:12/7. Master Men), die beiden Freilassinger Christoph Lutz (4:45:50 Stunden/25. Men), Andreas Kriwan (5:01:51 stunden/38. Men), Rinus Struijk aus Golling vom Tri-Team Hallein in 5:08:09 Stunden, der Traunsteiner Christoph Schmid in 5:15:15 Stunden und der Ainringer Lothar Güntner in 7:16:24 Stunden/36. Senior Master Men erfolgreich.
Damensiegerin des 36 Kilometer Basetrail wurde die Stuttgarterin Anja Maurer in 4:27:59 Stunden, deutlich vor der ehemaligen deutschen Berglauf-Nationalläuferin und Lokal-Matadorin Ellen Clemens (4:42:58 Stunden).
Über die nicht ganz so stark besetzte 68,8 Kilometer-Distanz und 3.120 Höhenmeter von Leutasch nach Grainau siegten die beiden Allgäuer Thomas Geisenberger in 7:07:06 Stunden und Simone Philipp in 9:25:46 Stunden.
Insgesamt erreichten von den 1.600 gestarteten Teilnehmern 1.280 Finisher das Ziel.
 
Fotos: Klaus Fengler und Lars Schneider - vielen Dank!
 

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